Chronik

Herbert Dissen – Gründer der FBI Xanten

 

Vierzig  Jahre alt wird die FBI am 14.März 2015. Sie ist die älteste Bürgerinitiative am Niederrhein und zählt sicher auch mit zu den ältesten Wählervereinigungen in NRW.

 

Die Gründung der FBI war damals eine Tat, die sich sehen lassen konnte. Darum gilt es auch, sie nach 40 Jahren zu feiern und sich darüber zu freuen, dass es sie gibt.

 

Die FBI ist heute aus dem kommunalpolitischen Leben unserer Stadt nicht mehr wegzudenken, sie ist zu einem festen Bestandteil der politischen Landschaft geworden. 7 Jahre dauerte der Rechtstreit gegen die Stadt Xanten, der schließlich in 2. Instanz im November 1974 beim Oberverwaltungsgericht in Münster zugunsten der betroffenen Anlieger des Holzweges entschieden wurde. Es ging um die Ausbaukosten des Holzweges, die man fälschlicherweise nach dem Bundesbaugesetz abgerechnet hatte. Wir haben unser Recht gesucht und gefunden. Niemand, kein Ratsvertreter und keine der im Rat vertretenen Parteien haben uns dabei unterstützt und geholfen! Wir waren völlig auf uns alleine gestellt. Was also lag näher, als in der Gemeinschaft andere Ziele anzustreben, Gegebenes zu verbessern und Unterstützung zu suchen. Das dachten damals vor 35 Jahren nicht nur die betroffenen Anlieger der Interessengemeinschaft Holzweg, die sich erfolgreich gegen eine kommunalpolitische Fehlentscheidung durchgesetzt hatten, sie spürten auch, dass es sinnvoller wäre, nicht nur darüber zu reden, sondern zusammen auch etwas dafür zu tun!
Das, so meinten sie, sei nicht nur der Sache selbst dienlicher, sondern würde sie auch enger verbinden. Aber mehr noch bewegte uns damals folgendes:
Wir alle hatten das gleiche Interesse und wir wussten, dass viele Einzelaktionen nicht so viel bewirken können, wie eine einzige Aktion vieler Menschen zusammen. Ein gemeinsames Anliegen zusammen, das in unserer Gesellschaft nur durch privates Engagement erfolgreich verwirklicht und umgesetzt werden kann. Das hatten die Erfahrungen der zurückliegenden 7 Jahre aus dem Holzwegprozesses gezeigt.

 

Am 14.März 1975 habe ich als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Holzweg gemeinsam mit Nachbarn, politisch interessierten Freunden und Bekannten in der Gaststätte „Zu den Berggeistern“ am Veener Weg, die FBI gegründet. Es war damals nur ein loser Zusammenschluss von politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Die FBI ist kein Verein wie jeder andere. Sie tritt ein für die bürgernahe Selbstverwaltung und eine für den Bürger sparsame Haushaltsführung“, so stand es in unserer Satzung, Ohne Mitgliedsbeiträge waren wir auf Spenden angewiesen, die damals mit dem Hut in unseren Versammlungen eingesammelt wurden.

Und so bestritten wir mit wenigen unzureichenden Mitteln einen sehr bescheidenen Wahlkampf, der uns aber immerhin am 4.Mai 1975 auf Anhieb 9,31% der Wählerstimmen einbrachte. Die damals noch geltende 5% Klausel war also im ersten Anlauf überwunden.

 

4. Mai 1975  Mit Herbert Dissen, Monika Höver und den nicht mehr unter uns weilenden Erich Engels+, zogen die ersten 3 Vertreter der FBI- Fraktion ins Rathaus ein, eine Sensation für Xanten!

Die FBI erhielt gleich ihren Fraktionsstatus, Fraktionsvorsitzender wurde Herbert Dissen. Es war eine schwierige Arbeit! Die damalige Ratsmehrheit gestand der FBI-Fraktion nur einen Ausschusssitz zu, das war der Hauptausschuss, brisant wenn man sich in die heutige Zeit versetzt. Und trotz der Schwierigkeiten entwickelte sich die Fraktion zu einem gut harmonierenden Team, welches nach und nach immer mehr durch interessierte sachkundige Bürger aktiv unterstützt wurde.

 

1976 verlegte Familie Höver ihren Wohnsitz nach Krefeld und Paul Heinz Janßen bezog die neue Funktion eines FBI Ratsvertreters.

Unsere Oppositionsarbeit war geprägt von Zielen, die sich auf die Schaffung von bürgernahen Einrichtungen und Verbesserung der Bürgerbeteiligungen ausrichteten. Die Planungen der Fußgängerzone (die FBI startete eine Meinungsumfrage über die Ausgestaltung der Fußgängerzone und der stolprigen Marktbepflasterung), die Freizeiteinrichtungen mit ihren Auskiesungsmaßnahmen und die schon damals vorgesehene großräumige Umgehung der B57, beteiligten nur unzureichend die betroffene Bürgerschaft. Die daraus resultierende Unzufriedenheit wuchs in der Bürgerschaft beträchtlich! In den Ortschaften residierten die Ortsvorsteher, die natürlich allesamt der Mehrheitspartei angehörten.

„Damit die Bürgernähe Thema Nr. 1 bleibt“, war unser Wahlslogan im Wahljahr 1979.

 

September 1979 verbuchte die FBI ihren größten Wahlerfolg. Mit 23,4 % der Stimmen zogen für die FBI 8 Stadtverordnete in den Rat ein. Otto Keusen und Max Fröhling errangen ein Direktmandat, Herbert Dissen, Hermann Großholtfurth, Franz Stern, Hans-Gerd Radovanovic, Dr. G. Burri und Bernhard Fröhling. Dieser Erfolg war auf die gute Oppositionsarbeit der zurückliegenden Jahre zurückzuführen.

„Ein Erdrutsch in Xanten“, so beschrieb es die damalige Presse. Eine 30jährige Alleinherrschaft der Mehrheitspartei war zu Ende. Gemeinsam mit der SPD übernahm die FBI die kommunalpolitische Verantwortung. Norbert Derith, SPD wurde Bürgermeister und seine beiden Stellvertreter waren Herbert Dissen und Max Fröhling von der FBI. Hermann Großholtfurth wurde Fraktionsvorsitzender. Unter seiner Führung konnte vieles in den folgenden 5 Jahren Ratsarbeit umgesetzt und verwirklicht werden. Aus der Vielzahl der Maßnahmen nenne ich nur einige Beispiele: Die Einrichtung von Bezirksausschüssen in den Ortschaften! Die frühzeitige Beteiligung der Bürger im Rahmen der Aufstellung von Bebauungsplänen! Bürgerversammlungen, Bürgeranträge und Fragestunden in den Ratssitzungen. Heute ist das für uns alle eine Selbstverständlichkeit! Aber auch andere bedeutsame Maßnahmen sind damals von der FBI entscheidend beeinflusst worden. Ich denke hier an den Bebauungsplan CUT- West, der den Betroffenen ein Wohn- und Bleiberecht zusicherte.

Ich denke an den Bau der K32, die unmittelbar an den Auskiesungsflächen vorbeiführt und nicht die ökologisch wertvollen landwirtschaftlichen Flächen zerstört. Ich denke an die Verhinderung eines gigantischen Brückenbauwerkes am Bahnübergang Holzweg und an die erfolgreiche Verhinderung der großräumigen Verlegung der B57.
Erinnern möchte ich auch an die Aktion des Jetztzeitkünstlers H.-A. Schult, der vor dem Archäologischen Park APX eine riesengroße Jetztzeitpyramide aus altem Unrat errichten wollte. Mit Zuspruch der einheimischen Bevölkerung und der Unterstützung vieler Bundesbürger haben wir das Gott sei Dank vereiteln können.

Eine Bürgerinitiative greift in der Regel Probleme auf und wenn sie dann erledigt sind, löst sie sich auf. Doch dieses Phänomen trifft nicht für die FBI-Xanten zu.

 

1984 trat die FBI erneut an, weil viele kommunalpolitische Probleme noch nicht gelöst waren. Die FBI errang damals nur noch 4 Ratsmandate (Herbert Dissen, Hermann Großholtfurth, Walter Hennemann und Helmut Reis). Viele gaben uns für die nächsten Kommunalwahlen keine Überlebenschance. Aber in den Folgejahren bauten sich neue kommunalpolitische Probleme auf. Die Diskussion um die großräumige Verlegung der B57 verschärfte sich, in Birten formierte sich der Widerstand gegen die Errichtung eines unsicheren rheinfernen Deiches, der Mangel an Kindergartenplätzen und vieles andere mehr brachte die FBI immer wieder ins Gespräch.

 

1988 wurde erstmals in der Geschichte der FBI ein Vorstand gewählt und die Satzung dementsprechend geändert. Vorsitzender wurde Herbert Dissen. Im Dezember 1990 übernahm Jochem Schroeder den Vorsitz.

 

1989 konnte die FBI ihr Wahlergebnis verbessern und errang nun schon wieder 6 Ratsmandate (Herbert Dissen, Jochem Schroeder, Otto Keusen+, Manfred Wojtecki+, Karl Heinz Köhler und Werner Paessens, der ein Direktmandat errang). In den Folgejahren gab es immer mehr Probleme. Intakte Wohngebäude wurden im CUT- West Bereich abgerissen. Eine altholländische Waagebalkenbrücke entstand mit Millionenbeträgen im Bereich des Freizeitzentrums vor der Ortschaft Wardt. Ein Parkraumbewirtschaftungskonzept erzürnte die Gemüter und die FBI sammelte über 6000 Unterschriften für eine Änderung. In der Ortschaft Marienbaum wurde über das Für und Wider einer Verlegung der Bundesstraße diskutiert und in Xanten sprach man von der Raumnot des Stiftsgymnasiums. Auf der Straße wurden Unterschriften für eine verbesserte Kindergartenplatzsituation gesammelt und im Bereich der Clossenwoy wollte man einen Campingplatz errichten und immer wieder das Thema Verlegung der Bundesstraße 57 in Xanten um den Archäologischen Park.

 

1993 wählte die FBI Helene Meyer+ zur 1. Vorsitzenden. die das Amt bis 1999 inne hatte und leider nicht mehr unter uns weilt. Helene Meyer wird uns in guter Erinnerung bleiben. Als engagierte Ratsfrau und zugleich auch als Vorsitzende der FBI hat sie vieles geleistet und auf den Weg gebracht. Vor allem ihr Engagement in der Jugend Familien und Schulpolitik möchte ich besonders hervorheben. An der Gründung der JUKUWE war sie wesentlich beteiligt.

 

1994 errang die FBI ihr zweitbestes Wahlergebnis. Eine gute, sachlich fundierte Oppositionspolitik der FBI, wurde dann  von den Wählerinnen und Wählern belohnt.

Mit 21,6 % zogen wiederum 8 Ratsvertreter ins Xantener Rathaus ein (Herbert Dissen, Helene Meyer+, Karl Heinz Köhler, Helmut Reis, Hermann Großholtfurth+, Dieter Weber+, Otto Keusen+, Werner Paeßens).Werner Paessens aus Marienbaum errang zum zweiten Male hintereinander sein Direktmandat.

Gemeinsam mit der SPD und B90/Die Grünen standen wir mit einer Listenverbindung in der Verantwortung. Hermann Großholtfurth+ übernahm den Fraktionsvorsitz der FBI. Unter seiner Regie haben wir Vieles verändern und mitgestalten können.

Die Abgaben und Steuern konnten in Grenzen gehalten werden, die Jugend und Vereinsarbeit wurde weiter ausgebaut und gefördert. Die Kindergartenplatzsituation ist erheblich verbessert worden, Schulbauerweiterungen (Gymnasium, Realschule, Lüttinger Grundschule) wurden auf den Weg gebracht. Zusätzliche Bebauungsgebiete, bei deren Planungen die Bürger rechtzeitig einbezogen wurden, konnten ausgewiesen werden.

 

Die großräumige Verlegung der B57 konnte durch die FBI verhindert werden. Die kleine engste Trassen-Führung um den Archäologischen Park wurde unter der Auflage beschlossen, dass für die Verlegung der B57 der Stadt keine Kosten entstehen dürfen, die Siegfriedstraße offen bleibt und die Ortschaft Lüttingen vernünftig an das Straßennetz angebunden wird und vieles andere mehr! Das ist eine Erfolgsbilanz, die sich sehen lassen kann!

1999 errang die FBI bei den Kommunalwahlen nur noch 4 Ratsmandate (Herbert Dissen, Hermann Großholtfurth+, Helene Meyer+ und Werner Paessens, der zum 3.male das Direktmandat in Marienbaum eroberte.

 

2000 übernahm Herbert Dissen für 2 Jahre den Vorsitz der FBI.

 

2002 wurde Andreas Werner zum 1. Vorsitzenden gewählt. Neben Andreas Werner gehören dem Vorstand folgende Personen an: Monika Diamant und Ronald Feenstra stellvertr. Vorsitzender, Edmund Bettray Kassenführer, Maria Feenstra Schriftführerin. Der Vorstand ist

 

2003 wurde auf der Mitgliederversammlung der Vorstand bestätigt und mit der Beisitzerin Gerlinde Schilling ergänzt,

Der F.D.P. Ratsvertreter Hans Joachim Kuzniewski wechselte zur FBI, so dass nun die Fraktion aus 5 Ratsmitgliedern bestand. Wir haben in den zurückliegenden Jahren versucht, mit einer sachlich fundierten Oppositionspolitik gute Arbeit zu leisten. Vor allem haben wir immer wieder die katastrophale Schuldenpolitik der Stadt Xanten im Auge gehabt und darauf hingewiesen, dass man gemeinsam ein Konzept entwickeln muss, um der drohenden Finanzmisere entgegenzuwirken. Der im Jahre 1998 einstimmige Ratsbeschluss, die B57 für die Stadt kostenneutral zu verlegen, änderte die Mehrheitsfraktion. Die Eigenbeteiligung der Stadt lässt den Schuldenberg immer weiter anwachsen. Mehr als 33 Mio. € Schulden wird die Stadt bis zum Jahre 2007 haben, wenn nichts geschieht. In der Ortschaft Lüttingen werden Freizeitplanungen gegen den Willen der Bürger durchgesetzt und die ursprünglich geplante Turnhalle für Xanten aus dem Investitionsprogramm gestrichen. In der Ortschaft Marienbaum gab es Diskussionen um das Feuerwehrgerätehaus, u.v.a.m. Die FBI führte eine Bürgerbefragung durch: 93,1% der Befragten halten die bürgernahe Politik der FBI für erforderlich. Weit über 80% sind nicht mit der Finanzpolitik einverstanden

 

2004 haben wir einen sehr engagierten Wahlkampf geführt, aus der die FBI gestärkt hervorgegangen ist. Mit unserem Wahlslogan „Xanten zuliebe“ konnten wir unseren Stimmenanteil um mehr als 2% ausbauen und gewannen 1 Ratsmandat hinzu. Das ist ein Erfolg! Die FBI hat jetzt 5 gewählte Ratsvertreter (Herbert Dissen, Hermann Großholtfurth+, Wolfgang Diamant, Helmut Reis und Werner Paessens) Es fehlten uns ganze 126 Stimmen für das 6. Mandat! Besonders hervorzuheben ist das Ergebnis von Werner Paessens, der in der Ortschaft Marienbaum zum 4.Mal das Direktmandat errang. Aber auch andere Ergebnisse können sich sehen lassen, zumal einige sogar weit über 25% lagen. Erstmals trat die FBI mit einem eigenen BM-Kandidaten an. Immerhin konnten für die Bürgermeisterwahl achtbare 11,4% erreicht werden. Auch das, meine ich, ist ein gutes Ergebnis! Wir haben mit geringen finanziellen Mitteln einen guten erfolgreichen Wahlkampf geführt, der sich ausgezahlt hat.

 14. März 2004 die FBI ist dreißig Jahre alt geworden! Sie kann stolz auf eine erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Xanten zurückblicken.

 

Am 11.August 2007 ist unser Freund und Fraktionsmitglied Hermann Großholtfurth im Alter von 68 Jahren gestorben! Er hat auf seine besonders menschliche Art die FBI in Xanten geprägt! Hans Gerd Radovanovic übernahm für die kommenden Jahre die Funktionen.

2007 wurde Karl Rennings zum Vorsitzenden der FBI Xanten gewählt. Zum stellvertr. Vorsitzenden bestimmte die Mitgliederversammlung Hans Peter Feldmann und als Schriftführer wurde Andreas Werner bestellt.

 

11.02.2008 erfolgte die Eintragung der FBI in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Rheinberg unter der Bezeichnung „Freie Bürgerinitiative Xanten e.V.“. Die FBI wird als gemeinnütziger Verein anerkannt.

Der Vorstand hat sich auch erstmalig in der Vereinsgeschichte – mit Stand vom 22.04.2008 – auf eine Geschäftsordnung geeinigt.

2008 übernahm nach dem Ausscheiden von Karl Rennings der Stellvertreter Hans Peter Feldmann die Funktion des 1.Vorsitzenden. In der darauf folgenden Mitgliederversammlung wurde Hans Peter Feldmann in seiner Funktion bestätigt und Andreas Werner sowie Christoph Daniels in den Vorstand gewählt.

Eine Befragung der Mitglieder „Was verbinde ich mit der „neuen“ FBI?“ und eine Befragung der Bürger und Gäste „Wie sehe ich Xanten?“ wurden durchgeführt.

 

2009 die  FBI führte einen engagierten Wahlkampf mit dem Slogan „Politik mit Herz und Verstand“. Die unabhängige Kandidatin Karin Welge für das Bürgermeisteramt wurde von der FBI tatkräftig unterstützt. Die FBI konnte ihr Wahlergebnis verbessern und zog mit 4 Ratsmandaten in das Rathaus ein. Gewählt wurden Herbert Dissen, Werner Paessens, Uwe Schmidtke und Ilona Grundscheidt. Das langjährige Mitglied Werner Paessens, der mit seinem Einsatz in der Ortschaft Marienbaum viermal das Direktmandat erreichte und als vehementer Gegner der CDU Xanten auftrat, stellte an die FBI Forderungen, die weder demokratisch noch moralisch mit der FBI-Satzung zu vereinbaren waren. Er verlässt die FBI. Christiane Krug wechselte im Januar von den Grünen zur FBI-Fraktion. Die FBI unterstützte das Bürgerbegehren „Marktgestaltung“ und konnte gemeinsam mit den Bürgern einiges verändern. Schwerpunkt der FBI-Politik ist aber nach wie vor ein strategisches Schuldenmanagement, was zu einem Abbau der hohen Verschuldung (32 Mio €) führen soll.

 

Am 22.8.2010 verstarb im Alter von 80 Jahren  unser  langjähriges FBI Mitglied Otto Keusen.

2010 wählte die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand. Edmund Bettray ist der neue FBI-Vorsitzende, Michael Reuter und Uwe Schmidtke sind die beiden Stellvertreter, Christine Krug wurde das Amt der Schriftführerin übertragen und Ilona Grundscheidt übernahm die Funktion der Kassenführerin. Christoph Daniels ist der Vertreter für Jugendfragen.

 

2011 Die FBI konnte erreichen, dass nun endlich sichergestellt ist, dass  die 3 Ortschaften Marienbaum , Vynen und  Obermörmter weiter von den Stadtwerken Kalkar mit dem kostengünstigen Frischwasser für weitere 20 Jahre versorgt werden.

Im Juli 2011 wurde von der Ratsmehrheit gegen den erbitterten Widerstand die Errichtung eines Bio Zentrums auf den ausgemusterten NATO Raketenstützpunkt in Ursel beschlossen

Vergeblich hat die FBI in mehreren Versammlungen gemeinsam mit großen Teilen der Bevölkerung dieses unsinnige Verfahren zu verhindern. Eine Klage des BUND vor dem OVG fürte schließlich zum Erfolg.

Am 5.Dezember 2011 wurde Herbert Dissen das  Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

 

2012/13 der FBI Vorstand wurde auf der Mitgliederversammlung bestätigt. Uwe Schmidtke gab aus persönlichen Gründen sein Ratsmandat zurück und Helmut Reis übernahm seine Position. Viele umstrittene Ereignisse prägten das Jahr 2013.Die FBI informierte die Öffentlichkeit im Rahmen von Veranstaltungen über die Freizeitplanungen in Wardt und Vynen. Die Straßenausbauten mit den Belastungen der Bürge, insbesondere die Sonsbecker Straße waren umstrittene kommunalpolitische Entscheidungen. Die Ansiedlung eines Gewerbegebietes mit einem Fastfood Restaurant an der Beek

brachte die Bürger auf den Plan und führte mit über 5.500 Unterschriften zu einem erfolgreichen Bürgerbegehren. Die beabsichtigte Schließung des Fildersteges wurde gemeinsam mit den Bürgern verhindert.

Die FBI unterstützte das Bürgerforum Beek in seiner erfolgreichen Arbeit, was dazu führte, dass wir mit neuen Mitstreitern einen sehr guten Wahlkampf führen konnten.

Peter Hilbig wurde der neue Spitzenkandidat der FBI. Mit dem Slogan

„ Für den Bürger – mit dem Bürger haben wir einen erfolgreichen engagierten Wahlkampf bestritten.

 

2014 errang die FBI 5 Ratsmandate. Mit Peter Hilbig, Siegfried Kemkes, Valerie Petit, Ilona Grundscheidt und Herbert Dissen  ist die FBI die drittstärkste Fraktion im Xantener Rat.

Peter Hilbig ist der neue Fraktionsvorsitzende. Eine neue Legislaturperiode ist angebrochen,  mit vielen neuen Akzenten und Entwicklungen, denen sich auch die FBI stellen muss. Die FBI wird mit ihren neuen Kräften neue Akzente setzen und die Herausforderungen annehmen im Sinne einer bürgernahen  Politik.

2014 auf der Mitgliederversammlung am 20.November wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die Mitgliederversammlung bedankte sich beim Vorstand, der vieles bewegen konnte und mit dazu beigetragen hat die FBI auszubauen und zu festigen, so dass sie in Xanten ihr festes Standbein hat und aus der Kommunalpolitik nicht mehr wegzudenken ist.

Edmund Bettray bleibt weiterhin der 1.Vorsitzende, Michael Reuter ist sein Stellvertreter und Arno Hoffacker wurde zum 2. Stellvertreter gewählt. Felix Kusenberg übernahm das Amt des Kassenführers und Andreas Werner fungiert weiter als Schriftführer, als Beisitzerin wird Kathrin Bree die Jugendarbeit übernehmen.

 

2015 unter der Mitwirkung der FBI wurde ein Ausschuss für Bürgerbeteiligung gebildet. Peter Hilbig ist Vorsitzender des Ausschusses der sich mit Bürgeranträgen beschäftigt und entsprechende Empfehlungen ausarbeiten soll. Mit der Aufstellung eines Entschuldungsplanes für die kommenden Haushaltsjahre, wurde eine langjährige Forderung der FBI umgesetzt.
40 Jahre FBI Xanten Am 15.März 2015 feierte die FBI ihr 40jähriges Jubiläum. Zu diesem Festakt waren über 120 Gäste erschienen. Neben der Regierungspräsidentin NRW, Anne Lütges, dem Landrat Dr. Ansgar Müller, dem Bürgermeister Thomas Görtz und dem Ehrenbürger Stadtdirektor AD. Heinz Trauten war auch die ehemalige Beigeordnete Karin Welge aus Gelsenkirchen gekommen die die Laudatio hielt. Auch die ersten Ratsmitglieder, die für die FBI 1975 in den Rat einzogen waren erschienen. Eine besondere Ehrung wurde dem Gründungsmitglied der FBI Herbert Dissen zu teil, dem von FBI Vorstandsmitgliedern ein„ Siegfriedsring“ mit FBI Gravur“ überreicht wurde. Herbert Dissen bedankte sich mit den Worten: „Die FBI hat in den zurückliegenden Jahren vieles erreicht und umsetzen können. Sie wird weiterleben, dessen bin ich mir sicher Im Jahre 2025 werden wir hier genau an dieser Stelle unser 50 jähriges Jubiläum feiern“
Im Juni wurde Herbert Dissen vom amtierenden Bürgermeister Thomas Görtz mit einer Urkunde für seine 40jährige Ratsarbeit geehrt.
Am 29.Oktober 2015 fand eine Mitgliederversammlung statt. Neben Satzungsänderungen wurden Neuwahlen des Vorstandes erforderlich. Dem scheidenden 1. Vorsitzenden Edmund Bettray und seinem 1. Stellvertreter Michael Reuter wurde gedankt für die gute Arbeit der zurückliegenden 7 Jahre. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Arno Hoffacker gewählt. Michael Kemkes ist der neue 1.stellvertretende Vorsitzende und Jörg Kraemer der 2. Stellvertreter. Felix Kusenberg führt weiterhin die Kasse und Andreas Werner fungiert weiter als Schriftführer . Kathrin Bree ist als Beisitzerin für die Jugendarbeit zuständig.
Nach fast 41 ununterbrochener Tätigkeit im Rat der Stadt Xanten kündigte Herbert Dissen seinen Rücktritt an. Er erfüllte damit ein Versprechen, dass er zu Beginn der neuen Legislaturperiode abgegeben hat. Er wünschte seinem Nachfolger Heinz Willi Kemkes viel Glück und Erfolg und sagte zu auch künftig seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern hilfreich zur Seite stehen und sie nach besten Kräften zu unterstützen. Die Mitgliederversammlung bedankte sich bei Herbert Dissen und ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden der FBI.

 

40 Jahre FBI-Xanten, das sind über 40 Jahre Arbeit, Freude, Erfolg und Erfüllung für unsere Xantener Mitbürgerinnen und Mitbürger!

 

(Herbert Dissen, Januar 2016)

 

 

 

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